Geschwister-Scholl-Grundschule Falkensee

Appell des Bürgermeisters und der Schulleiterin

Vorab zur Information: Die Einschulungsuntersuchungen und -gespräche finden unter strikter Beachtung der Hygieneregeln regulär weiter an unserer Schule statt. Dies würde sich durch die Verhängung einer Ausgangssperre selbstverständlich ändern. In diesem Fall, stelle ich hier neue Informationen ein.

Mit freundlichen Grüßen

K. Scheibe
Rektorin

 

Sehr geehrte Eltern,

der Bürgermeister der Stadt Falkensee hat sich mit der Bitte an uns Schulleitungen gewandt, einen dringenden Appell an Ihre Familien zu versenden. Ich gebe sein Schreiben im Anhang im Originaltext weiter, da es alles sehr gut auf den Punkt bringt.
Auch ich appelliere an Sie und Ihre Kinder, sich unbedingt an die Beschränkung der sozialen Kontakte auf das zwingend Notwendige zu halten! Ich bin mir sicher, das bereits sehr viele Familien genau dies tun und hoffe, dass auch die anderen Kinder, Jugendliche und Eltern spätestens jetzt den Ernst der Lage erkennen und sich verantwortungsvoll verhalten.

Mit herzlichen Grüßen

K. Scheibe
Rektorin

Schreiben des Bürgermeisters der Stadt Falkensee:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

uns erreichen täglich Informationen, dass sich große Gruppen von Kindern und Jugendlichen an verschiedenen Orten in Falkensee treffen und gemeinsam die schulfreie Zeit „feiern“.

Diese Verhaltensweise ist unverantwortlich.

Ziel der Untersagung des Schulunterrichts ist es, die Kontakte auch gerade zwischen Schülerinnen und Schülern auf das zwingend Notwendige zu begrenzen. Nur so kann es gelingen, die unausweichliche Ausbreitung der Erkrankungen durch den Corona-Virus „SARS-CoV-2“ soweit zu verlangsamen, dass unser Gesundheitssystem und insbesondere die Krankenhäuser eine hinreichende Behandlung von Erkrankten sicherstellen können.

Auch wenn die Situation aus Sicht vieler Kinder und Jugendlichen derzeit in Falkensee noch wenig problematisch erscheint, wird sich eine Ausbreitung der Krankheit auch in unserer Stadt nicht verhindern lassen.
Die Frage ist nur, wieviel Betroffene es in welchem zeitlichen Ablauf und mit welcher Schwere der Erkrankung geben wird.
Alle diejenigen, die jetzt nicht bereit sind, Ihr eigenes Verhalten insbesondere in Hinblick auf die Kontakte mit anderen zu ändern, schaden sich selbst und anderen. Diese Kinder und Jugendlichen nehmen in Kauf, dass in ihrer Familie, in ihrer Nachbarschaft, in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis Menschen schwer erkranken werden oder auch sterben. Es geht also nicht nur um die jungen Leute selbst, es geht vor allem um den Schutz der anderen – auch um den Schutz der eigenen Eltern, Geschwister und Großeltern.

Ich bitte deswegen die Schulleitungen, sich eindringlich an die Eltern und die Schülerinnen und Schüler zu wenden, die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen verantwortungsvoll einzuhalten. Nur so kann es gelingen, Ausgangssperren und ähnlich drastische Maßnahmen zu vermeiden.
Eine freiwillige Zurückhaltung in Hinblick auf Kontakte mit anderen ist weitaus besser, als angeordnete Maßnahmen, die dann durch Ordnungsamt und Polizei unter Androhung von Strafen durchgesetzt werden müssten.

Mit freundlichen Grüßen

Heiko Müller
Bürgermeister“

Dieser Artikel ist vom 20.03.2020